Finanzielle Vorsorge: Früh genug einsteigen  

Mit Zwanzig hat man meistens andere Dinge im Kopf als die finanzielle Zukunft. Doch gerade bei langen Ansparzeiten lässt sich schon mit kleinen Monatsbeiträgen ansehnliches Kapital erwirtschaften, ohne auf viel zu verzichten. Wichtig zu wissen: Der Staat fördert die private Vorsorge durch attraktive Zulagen und Steuervorteile, die man schon zu Beginn des Arbeitslebens in voller Höhe nutzen kann.

Politiker scheuen sich noch zuzugeben, dass das gegenwärtige Rentenniveau in Zukunft nicht mehr bezahlbar sein wird. Wieweit die Renten in den kommenden Jahrzehnten sinken müssen, damit das gesetzliche Rentensystem weiter funktioniert, weiß noch niemand ganz genau. Die übliche Inflationsrate von 2 bis 3 Prozent im Jahr kommt praktisch einer Rentenkürzung gleich, denn im Alltag führt sie zu einem Verlust an Kaufkraft. Ebenso ungeklärt ist die Frage, ob der Bund sich angesichts von Coronakrise und ausufernder Staatsverschuldung weiterhin Milliardenzuschüsse an die Rentenkasse leisten kann. Dazu kommen steigende Kosten für Pflege und Gesundheit, so dass deutschen Ruheständlern in Zukunft immer weniger Geld in der Tasche bleiben wird. Von der gesetzlichen Rente wird man nach Ansicht vieler Experten in Zukunft kaum noch leben können. Es lohnt sich deshalb, möglichst früh in die private Altersvorsorge einzusteigen.

Gerade bei langen Ansparzeiten lässt sich schon mit kleinen Monatsbeiträgen ansehnliches Kapital aufbauen, das sich später beispielsweise für den Hausbau oder den Kauf einer Wohnung verwenden lässt. Spart man nach dem Riester- oder Rürup-Modell für eine private Altersvorsorge, fördert Vater Staat zusätzlich durch attraktive Zulagen und hohe Steuervorteile. Das eingezahlte Geld plus staatlicher Förderung wird dann für den Sparer angelegt und als lebenslange Monatsrente wieder ausgezahlt, so dass man auch im Ruhestand auf nichts verzichten muss.

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